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Bild: Angie Kremer

Gidon Kremer: «Wenn ein Künstler versucht, sich den Gesetzen des Erfolgs anzupassen, dann verliert er letztlich sich selbst.»

 

Gidon Kremer eröffnet die diesjährigen Martinu-Festtage in Basel, die zum 25. Mal stattfinden
«Ich will nicht nur Geiger sein»
Bild: Jiyang Chen / Warner Classics
Jakub Jozef Orlinski – ein neuer Paradiesvogel unter den Countertenören
Er singt Vivaldi in Shorts, gibt auch mal eine Breakdance-Einlage auf der Opernbühne oder singt Händel mit Steinway-Begleitung. Aber vieles, was so leicht und unbekümmert daherkommt, ist sehr genau überlegt beim polnischen Countertenor Jakub Jozef 
Orlinski. Der junge Mann weiss mit 28 Jahren, was er tut. Im November kommt er ans Opernhaus Zürich und singt in der 
Neuproduktion des Händel-Oratoriums «Belshazzar». Wir trafen ihn zum Interview nach seinem Liederabend an der Oper Frankfurt.
Bild: Wilfried Hösl
Omer Meir Wellber über Offenheit beim Proben, moralische Ansprüche an den Dirigenten und verschiedene Orchestermentalitäten
Omer Meir Wellber sprüht vor Temperament. Im Orchestergraben oder auf dem Podium, genauso wie wenn man ihm im Gespräch gegenüber sitzt. Der israelische Dirigent gerät ins Feuer, wenn von Musik und seinen zahlreichen Aufgaben zwischen Dresden, London und Palermo die Rede ist, aber auch, wenn er von den sozialen Projekten in seiner Heimat erzählt, mit denen er 
sich mikropolitisch für eine bessere Welt einsetzt. Im Oktober erscheint ausserdem sein erster Roman, und die nächste grosse Premiere steht Anfang November an: György Ligetis «Le Grand Macabre» an der Dresdener Semperoper.
Bild: Schauspielhaus Zürich/Gina Folly
Zeitenumbruch am Schauspielhaus Zürich – Die Neuen sind fulminant in ihre erste Spielzeit gestartet
Neuer Wind am Pfauen wie im Schiffbau: Mit einem fünftägigen Eröffnungsfestival führte die neue Schauspielhausleitung 
mit Benjamin von Blomberg und Nicolas Stemann einem breiten, interessiert herbeigeströmten Publikum vor, 
wohin sie ab sofort steuern will. Jede und jeder der neuen, eng an das Haus gebundenen Künstlerinnen und Künstler brachte 
dafür eine Produktion mit, die ihre oder seine Handschrift dokumentieren sollte.
Bild: Hugo Bernard
Katherine Watson, ein aufsteigender Sopran-Stern am Himmel der Barockoper
In kurzer Zeit hat sich die britische Sopranistin Katherine Watson einen ausgezeichneten Ruf als versierte und stilistisch flexible 
Barocksängerin erarbeitet. Unter den Augen und Ohren von William Christie wurde diese glockenhelle Stimme geschult, 
unterdessen singt sie mit den besten Ensembles und Dirigenten der Originalklang-Szene. Im Dezember gastiert sie in Bern und Genf mit Händels «Messiah» unter der Leitung von Trevor Pinnock.
Bild: Deutsches Theater Berlin/Arno Declair
Beispiel «Blackfacing» – wie die Political Correctness das Theater seiner ureigensten Mittel beraubt
Mögen Theatertexte noch so unkonventionell inszeniert werden, sehen sie sich zunehmend radikalen Anfeindungen ausgesetzt – doktrinäre Political Correctness setzt dem klassischen Drama schwer zu. Und zwingt Regisseurinnen und Regisseure mehr 
und mehr dazu, die altbekannten Stoffe und Vorlagen zu überschreiben, zu dekonstruieren oder sie in performanceartigen 
Verfremdungen auf die Bühne zu bringen. Ist das klassische, auf literarisch sprachliche Vorlagen bauende Theater in Gefahr?
Bild: Andreas Pohlmann / Burgtheater
Der Start des neuen Wiener Theaterdirektors Martin Kušej ist gelungen
Karin Bergmann, Retterin in der Not, übergab nach fünf Jahren die Leitung des Wiener Burgtheaters an Martin Kušej. 
Dessen Beginn mit «Die Bakchen» und «Vögel» war durchaus geglückt.