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Jennifer Islinger, La Cetra Barockorchester & Vokalensemble Basel

Daniele Caminiti

 

Jennifer Islinger, La Cetra Barockorchester & Vokalensemble Basel

1 Aufgrund von Verschiebungen und Tourneeausfällen sind wir gerade dabei, die kommende Saison teilweise neu zu planen, sowohl was die Konzerte unserer eigenen Konzertreihe betrifft als auch was externe Engagements, Tourneen, Theaterproduktionen und so weiter betrifft. Es gibt verschiedene Szenarien wie Wiederholungskonzerte oder verkleinerte Besetzungen. Unsere Saisonbroschüre wird deshalb erst deutlich später erscheinen – wir planen in kurzfristigeren Perioden und müssen weiterhin flexibel auf die Umstände reagieren. Wie die Situation für unser Vokalensemble als professioneller Chor aussieht, ist momentan auch noch völlig unklar. Wir hoffen aber, dass ab dem Herbst der Betrieb und auch die Planungen für die Zukunft wieder halbwegs normal laufen.

2 Ich befürchte, wir werden noch einige Monate improvisieren müssen. Diese kurzfristigen Planungen sind herausfordernd für unsere Musiker, unseren künstlerischen Leiter Andrea Marcon und die Geschäftsstelle, aber auch für unsere Abonnenten und das ganze Publikum. Eine grosse Herausforderung wird sein, unser Publikum zurückzugewinnen. Durch Verschiebungen in den Sommer und Herbst wird es vermutlich ein enorm grosses Kulturangebot geben, auf das sich das Publikum verteilen wird.

3 Gross besetzte und damit teure Projekte lassen sich vorerst schwer verkaufen und müssen in eine der folgenden Saisons verschoben werden. Da aber seit Februar 2020 die allermeisten Projekte verschoben werden mussten, hat sich bei den Veranstaltern zudem eine Art «Rückstau» gebildet: Bevor neue Projekte angenommen werden, wird verständlicherweise versucht, die abgesagten Projekte unterzubringen. Andererseits wird es sehr schwierig bis unmöglich, mehrere komplette Tourneen, die organisatorisch, finanziell und logistisch von langer Hand geplant waren, einfach um ein Jahr zu verschieben. Wieder mit allen Künstlern und Veranstaltern in diversen Ländern Zeitfenster zu finden, hat sich als äusserst kompliziert erwiesen.

4 Wir hoffen, dass vonseiten des Publikums nach dem Lockdown eine grosse Lust da ist, wieder gemeinsam Konzerte zu erleben. Voraussichtlich bis zum Sommer lassen sich die Veranstaltungsräume ohnehin noch nicht zu 100% füllen; von daher hoffen wir, dass die grossen Abstände und die Maskenpflicht genug Sicherheit bieten. Zudem hoffen wir natürlich darauf, dass gerade der ältere Teil unseres Publikums in den nächsten Monaten geimpft und somit geschützt wird. Wir überlegen auch, bestimmte Programme zu verkürzen und ohne Pause zu spielen, um die zusätzliche Mobilität und ein Gedränge zu vermeiden. Gleichzeitig müssen natürlich auch die Künstler während der Proben und Konzerte durch Abstände, Masken, eventuell auch durch Tests geschützt werden.

5 Zum Teil versuchen wir, in die Verträge mit Veranstaltern aufzunehmen, dass bei kurzfristigen Absagen zumindest die bereits entstandenen Kosten (Proben, Reisen etc.) gedeckt werden.

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