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Ina Karr, Intendantin Luzerner Theater

Ingo Höhn / Luzerner Theater

 

Ina Karr, Intendantin Luzerner Theater

1 «Und mach nur einen Plan, sei nur ein grosses Licht ...» heisst es bei Bertolt Brecht. Corona hat uns alle viel Flexibilität gelehrt! Und so gestalten sich auch unsere Vorbereitungen für die nächste Spielzeit noch herausfordernder als gewöhnlich – ohnehin ist ein Neustart ja immer etwas Besonderes. Ensemble-Scouting, Castings oder Vorsingen konnten etwa nur online oder unter sehr strengen Schutzmassnahmen vor Ort stattfinden. Aber wir tun alles, um die fehlende Nähe durch viel Empathie und Fantasie zu ersetzen – und einen stringenten, abwechslungsreichen Spielplan auf die Beine zu stellen. Wir planen im Prinzip für eine Spielzeit ohne Corona, jedoch immer mit der Agilität, auf wechselnde Massnahmen und Vorgaben reagieren zu können. Die Vorfreude ist gross. 2 Wir befinden uns diesbezüglich in ständigem Austausch mit den öffentlichen Behörden und suchen gemeinsam einen Weg, um mit einer gewissen Grundsicherheit weiterarbeiten zu können. 3 Ich schaue grundsätzlich positiv in die Zukunft. Da ich gemeinsam mit dem Team in meine erste Spielzeit in Luzern starten werde, konzentriere ich mich aktuell voll und ganz auf die Planung unserer ersten Produktionen. Ich gehe aber davon aus, dass auch in der kommenden Spielzeit Flexibilität mehr denn je gefragt sein wird und wir gegebenenfalls reagieren. 4 Unser oberstes Ziel wird es auch in der nächsten Spielzeit sein, ein sicheres Theatererlebnis – allenfalls mit den notwendigen Hygieneund Schutzmassnahmen – für alle bieten zu können. Die Räume mit den guten Lüftungen und ein durchdachtes Konzept bieten dafür beste Voraussetzungen. Ich bin dankbar dafür, dass die Theater auch während den Restriktionen auf ein äusserst treues, kulturhungriges Publikum zählen durften und freue mich sehr darauf, die Besucherinnen und Besucher in Luzern in der nächsten Spielzeit live begrüssen zu dürfen. Gerade jetzt brauchen wir alle kulturellen Austausch und Anregung. 5 Grundsätzlich muss ein Vertrag zwischen Künstler und Theater immer für beide Seiten stimmen. Auf aktuelle Ereignisse wird dabei selbstverständlich jederzeit auch Rücksicht genommen.
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