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oper

Bild: Opernhaus Zürich/Monika Rittershaus

Leidenschaft und Akribie gepaart – Gianandrea Noseda dirigiert 
Prokofjew an der Zürcher Oper.

 

Gianandrea Noseda über sein Met-Debüt ohne Probe und seine Aufnahme 
von Verdis Requiem
Feuer und Akribie
An der Zürcher Oper dirigierte Gianandrea Noseda soeben einen fulminanten 
«Feurigen Engel» von Prokofjew. Anfang September kehrt er mit dem 
London Symphony Orchestra in die Schweiz zurück. Am Menuhin Festival 
dirigiert er Verdis «Aida» und das Abschlusskonzert. In Zürich trafen wir 
den italienischen Dirigenten zum Gespräch.
Gianandrea Noseda: «An uns Dirigenten liegt es, diesen Traum immer wieder neu zu entfachen».

Andrea Meuli

 

M&T: Ein Blick in Ihren Kalender zeigt: Sie sind der Inbegriff des globalisierten Künstlers, der zwischen den Kontinenten pendelt. Gibt es einen Ort, an dem Sie zu Hause sind?

Gianandrea Noseda: Ja, Heimat ist Italien, am Lago Maggiore, wo ich mit meiner Frau lebe. Das ist meine Heimat, aber ich fühle mich überall wohl. Da wir keine Kinder haben, begleitet mich meine Frau überall hin, so haben wir überall auf der Welt ein Familienleben.

M&T: Was an Ihrer Karriere auffällt: Sie sind keiner, der rasch seine Posten wechselt. Sind Sie besonders pflegeleicht oder besonders widerstandsfähig?

Gianandrea Noseda: Um eine gute Arbeit zu leisten, braucht es Zeit, davon bin ich überzeugt. Doch unsere Zeit zwingt uns ein wenig, uns wie die Bienen zu verhalten, die ganz verschiedene Blumen beinahe gleichzeitig besuchen. Natürlich kann man sich dafür entscheiden, als Gastdirigent jede Woche bei einem anderen renommierten Orchester zu dirigieren. Übernimmt man hingegen in einem Opernhaus oder für ein Orchester die Verantwortung, ist es wichtig, sich dafür auch die notwendige Zeit zu nehmen. Das bedeutet nicht, sich in allem anzupassen und alles hinzunehmen. Aber es ist zweifellos die Aufgabe eines Chefs, bei Problemen mit den betroffenen Personen zu reden und die Probleme zu lösen. Ich denke, es bedeutet einen wirklichen Wert, einer Institution Zeit zu widmen. Das scheint mir wichtig, sowohl auf Dauer als auch auf momentane Resultate bezogen.

M&T: Eine Bedingung, um mit einem Orchester oder in einem Opernhaus etwas zu entwickeln.

Gianandrea Noseda: Um etwas zu erschaffen, um gemeinsam zu wachsen … keine Frage! Es ist ja nicht so, dass nur der Dirigent sich in eine solche Partnerschaft einbringt – er bekommt umgekehrt von den Musikern und von einer Institution auch viel zurück. Deshalb ist das wie in jeder Beziehung: Es gibt ein erstes Stadium, wo man sich kennenlernt. Erst später, auch im Dialog und im gemeinsamen Versuch, Schwierigkeiten zu bewältigen, kann man auch gemeinsam wachsen. Das bedeutet mehr als einen Kompromiss; es kann ja auch neue Wege eröffnen, an die ich alleine nie gedacht hätte.

M&T: Sie arbeiten mit sehr unterschiedlichen Orchestern fast gleichzeitig. Ist das schwierig?

Gianandrea Noseda: Nein, es ist nicht schwierig. Ich bin zurzeit musikalischer Direktor am Teatro Regio di Torino und ab September auch des National Symphony Orchestra in Washington. Das bedeutet sozusagen zwei Wirklichkeiten, eine sinfonische und eine auf die Oper bezogene. Was nicht heisst, dass das Orchester des Teatro Regio keine sinfonischen Konzerte oder umgekehrt, dass das Orchester in Washington keine Oper – und sei es in konzertanter Form – spielen kann. Natürlich habe ich eine eigene Vorstellung von Klang, eine Idee, wie ich einen Orchesterklang aufbauen möchte. Aber gleichzeitig muss man die jeweiligen Vorschläge der Musiker aufnehmen und akzeptieren, was sie einem anbieten. Nur auf einer derartigen Basis kann man aufbauen, andernfalls zerstört man vieles.

M&T: Oder es entsteht ein gezüchteter, steriler Klang.

Gianandrea Noseda: Ein emotionslos neutraler und unpersönlicher Klang, ja! Wichtig scheint mir, die Musiker wie die Mitglieder des Chores immer wieder daran zu erinnern, was einmal ihre Motivation gewesen ist, gerade diesen Beruf zu wählen, diesen künstlerischen Weg einzuschlagen. Denn eines Tages hatten sie sich ja entschieden Musiker zu werden! Jeder hatte diesen Traum. Und der kann immer wieder mal erlöschen. An uns Dirigenten liegt es, diesen Traum immer wieder neu zu entfachen. Das sollte man nie aus den Augen verlieren. Nur so gelingt es auch, jedem das Beste abzufordern, wozu er fähig ist. Voraussetzung dafür ist, dass du selber immer dein Bestes zu geben versuchst.

M&T: Die Orchestercharaktere unterscheiden sich ja stark. Ob sie am Mariinski-Theater dirigieren oder an der Met, ob Sie vor dem London Symphony Orchestra oder vor Ihrem Orchester im Teatro Regio in Torino stehen. Proben Sie überall gleich?

Gianandrea Noseda: Nein. Das ist von Orchester zu Orchester verschieden. Es hängt von der ganzen Organisation und von der Zahl der Proben ab. In England zum Beispiel sind die Probezeiten sehr eng bemessen. Aber die Orchester sind von höchstem Niveau. Die Musiker kommen bereits vorbereitet in die erste Probe, das ist eine ganz bestimmte Form, die dort üblich ist. Im Vergleich zu einem ebenso erstklassigen deutschen Orchester erfordert das eine ganz andere Arbeitsweise. Hier mag eine erste Probe nicht auf dem gleichen Niveau sein, aber letztlich kann das Resultat absolut gleichrangig sein. Vielleicht braucht es einfach fünf statt drei Proben. Oder nehmen Sie den Vergleich zwischen einem Repertoiretheater und einem Haus, welches das Stagione-System pflegt: Am Repertoirehaus sind die Proben in einen engen Zeitraster eingezwängt, während das Stagione-System vielleicht etwas mehr Zeit bietet, eine Aufführung musikalisch aufzubauen. Was natürlich nicht bedeutet, dass dieses System per se eine höhere Qualität ermöglichen würde. Es sind einfach zwei verschiedene Arbeitsweisen, denen du dich als Dirigent stellen musst. Höchste Qualität zu erreichen muss immer das Ziel sein, aber wie dahin zu kommen – dass musst du selber für dich entdecken.

M&T: Wir treffen uns hier in Zürich, wo Sie gegenwärtig am Opernhaus parallel beide Systeme erleben: die Wiederaufnahme von «Macbeth» als Repertoirevorstellung, und gleichzeitig proben Sie für die Premiere von Prokofjews «Feurigem Engel»…

Gianandrea Noseda: … tatsächlich war für «Macbeth» die Probenphase sehr eng – für den Engel gibt es etwas mehr Proben (lacht). Aber das ist normal. Im Moment, da ich einen Vertrag unterschreibe, akzeptiere ich auch die damit verbundenen Bedingungen. Was nichts anderes bedeutet, als dass ich mir die Fähigkeit zutraue, ein gutes Resultat zu liefern. Doch es gibt eine Grenze…

M&T: … und die wäre?

Gianandrea Noseda: Als ich 2002 an der New Yorker Metropolitan Opera debütierte, dirigierte ich drei Vorstellungen von Prokofjews «Krieg und Frieden», ohne vorher mit Chor und Orchester geprobt zu haben. Es waren die letzten drei oder vier Vorstellungen einer Serie, die Valery Gergiev einstudiert und geprobt hatte. Als junger Dirigent habe ich dieses Risiko auf mich genommen, so etwas kann man einmal machen, es auch als Herausforderung sehen. Aber danach muss man auch so ehrlich sein und sich eingestehen, dass es einen nicht wirklich interessiert.

M&T: Da wird Kunst auf ein sportliches Niveau reduziert.

Gianandrea Noseda: Ja, klar – und auf eine Ebene mit russischem Roulette: Es kann gut gehen, mit einer enormen Konzentration und Erregtheit – aber das allein genügt der Kunst nicht. Auf jeden Fall geht man ein enormes Risiko ein. Aber als junger Dirigent, zumal bei seinem Debüt an einem so renommierten Haus, kann man nicht die Bedingungen diktieren. Als ich jedoch danach zu denselben Konditionen wieder eingeladen wurde, habe ich abgelehnt und vier Jahre gewartet, bis man mir eine Produktion mit einer normalen Probenzahl anbot. Ich glaube, die Kunst verlangt etwas Bescheidenheit und Respekt.

 

M&T: Ihr Repertoire ist extrem weit, sowohl im sinfonischen Bereich wie in der Oper. Gibt es ein Territorium, wo Sie sich besonders wohl fühlen, das Sie als musikalische Heimat bezeichnen würden?

Gianandrea Noseda: Als junger Pianist bin ich im deutsch-österreichischen Repertoire – mit Bach, Mozart, Beethoven, Schubert, Schumann Brahms, Berg Schönberg – gross geworden. Daneben habe ich ein wenig das französische Repertoire und kaum russisch-polnisches Repertoire gepflegt. Chopin etwa habe ich sehr wenig gespielt. Natürlich hörte ich daneben auch das ganze sinfonische Repertoire.

M&T: Wie kamen Sie zur Oper?

Gianandrea Noseda: Die Oper habe ich als Teenager für mich entdeckt. 1976 übertrug die RAI die Premiere von «Otello» aus der Mailänder Scala mit Carlos Kleiber und Placido Domingo, Piero Cappuccilli und Mirella Freni. Jener Abend machte mir klar, was für eine grandiose Sache, welches Wunder die Oper sein konnte. Stück für Stück, Schritt für Schritt entdeckte ich die grossen Werke für mich und wurde meine Leidenschaft für das italienische Opernrepertoire geweckt! Dazu kamen natürlich rasch einmal die drei Mozartopern auf Libretti von Da Ponte. Nachher, in der Schule, wurde mein Interesse für die russische Literatur geweckt.

M&T: Liegt hier die Keimzelle Ihrer Begeisterung für russische Kultur?

Gianandrea Noseda: Bestimmt. Später, im Sommer 1993, kam ich als Student in eine Meisterklasse von Valery Gergiev an der Accademia Chigiana nach Siena.Daraufhin hat er mich nach St. Petersburg eingeladen. Dort habe ich nicht nur begonnen, der russischen Musik auf den Grund zu gehen, sondern auch zu leben wie ein Russe! Da ist diese Liebe zur russischen Musik gewachsen. Meine zentralen Vorlieben sind immer wieder herausgewachsen aus Interessen, welche mir das Leben präsentiert hat. Während meinen fast zehn Jahren als Chef der BBC Philharmonic konnte ich mir das grosse sinfonische Repertoire erschliessen, dazu beinahe alles von Liszt, das sinfonische Schaffen und die Opern von Rachmaninow. Und ich ging mit Leidenschaft jenes grosse Projekt an, das mich bis heute beschäftigt: die Musik Italiens des 20. Jahrhunderts aufzuführen und auch für Schallplatte einzuspielen. Dazu gehören Casella, Petrassi, Dallapiccola, Castiglioni , Maderna, Berio und so weiter. Diese Komponisten wurden meiner Meinung nach immer etwas vernachlässigt.

M&T: Aus welchem Grund?

Gianandrea Noseda: Casella und Dallapiccola aus politischen Gründen, das gilt auch für Petrassi ein wenig. Ausserdem war der Einfluss der Zweiten Wiener Schule oder von Darmstadt einer Verbreitung hinderlich. Das hat alles dazu beigetragen, diese Musik zu verdrängen, zumal alles, was im 19. Jahrhundert wurzelte, als rückständig verteufelt wurde. In Russland verlief diese Entwicklung viel kontinuierlicher, ohne Brüche. Strawinsky, Schostakowitsch und Prokofjew waren immer präsent und wurden immer aufgeführt. Allerdings gab es eine Zeit, in der unsere Komponisten öfters aufgeführt wurden.

M&T: Nur in Italien?

Gianandrea Noseda: Nein! Die «Partita» von Petrassi aus den späten 30er-Jahren wurde bereits nach zwei Jahren von den Berliner Philharmonikern aufgeführt. Dann verschwand das Stück. Vor zwei Jahren habe ich es mit den Berliner Philharmonikern wieder ausgegraben. Dallapiccolas «Variazioni» wurde vom Boston Symphony sowie von einigen anderen amerikanischen Orchestern gespielt – dann weniger und weniger und ging schliesslich vergessen. Wir sollten diese Werke dem heutigen Publikum in einer gewissen Regelmässigkeit präsentieren. Sicher, es reicht nicht, wenn ich als einziger diese Komponisten hie und da aufführe wie beispielsweise die 2. Sinfonie von Casella in London, Tokyo, Philadelphia oder Pittsburgh. Es bräuchte einige Kollegen, die da und dort mitziehen. Das könnte, zusammen mit Übertragungen im Rundfunk und der einen oder anderen Einspielung, helfen, diese Komponisten wieder etwas ins Bewusstsein zu rücken.

M&T: Sie haben sich diskografisch ganz besonders um Alfredo Casella bemüht. Ist das Aufnahmeprojekt mit seinem sinfonischen Werk für das Label Chandos abgeschlossen?

Gianandrea Noseda: Nein, es gab ein Jahr Pause. Aber ich möchte nächstes Jahr sehr gerne seine «Missa solemnis pro pace» aufnehmen. Bis vor 30, 35 Jahren bedeuteten Schallplattenaufnahmen ein künstlerisches Vermächtnis, dann änderte das. CDs wurden zu klingenden Visitenkarten, damit liess sich eine junge Karriere dokumentieren. Heute sind sie weder das eine, noch das andere. Als künstlerisches Vermächtnis? Da wird einem schnell gesagt: Es gibt doch schon alle grossen Werke von allen bedeutenden Dirigenten der Vergangenheit. Wer interessiert sich denn für einen weiteren Zyklus von Beethoven oder Brahms? Mir scheint es jedoch wichtig, auch die Interpretationen von heute zu dokumentieren. Vielleicht nicht immer in ganzen Zyklen der Sinfonien von Beethoven und so weiter. Daher verbinde ich bekannte Werke des Repertoires immer wieder mit selten gespielten Stücken. So gelingt es mir vielleicht, das Interesse auch an meinen Interpretationen scheinbar ausgeloteter Werke zu wecken. Vielleicht gelingt mir das, im Konzert wie mit den Aufnahmen.

M&T: Ihre aktuelle Einspielung ist mit Verdis «Messa da requiem» allerdings einem bekannten Werk gewidmet.

Gianandrea Noseda: Es ist eine Life-Aufnahme. Das ist eine Möglichkeit, heute noch Aufnahmen zu realisieren: Man schneidet zwei Konzerte mit und benötigt danach noch eine Stunde für kleine Korrekturen. Das kostet weniger, da die Musiker die Konzerte ohnehin spielen. Und das Orchester hat sein eigenes Label, «LSO live». Das hat auch den Zug einer Live-Einspielung. Und ich denke, das Resultat lässt sich hören – ich bin zufrieden!

M&T: Sie gehen das Werk sehr forsch an, nehmen zügige Tempi…

Gianandrea Noseda: … (lachend) ziemlich! Die Atmosphäre in den Konzerten war beeindruckend. Auch furchteinflössend. Es war wie ein Requiem, geschrieben für die Lebenden, nicht für die Toten. Der im Sarg liegt, scheint noch zu leben, während jene, die den Trauerzug bilden, als Zombies erscheinen. Daraus entsteht die Atmosphäre einer irrealen Zeit. Diese Verfremdung habe ich in die Extreme zu treiben versucht. Es ist kein religiöses Requiem, sondern vielmehr ein spirituelles Werk. Das ist etwas ganz anderes. Verdi lag das Verhältnis zur Spiritualität näher als der Dialog mit Gott, dem wollte er Ausdruck verleihen. Für mich ist der «Tag des Schreckens» schauererregend. Und solche Tage willst du, als Mensch, dass sie schnell vorüberziehen. Denn falls sie zu lange dauern, bringen sie dich um. Man hält sie nicht lange aus.

M&T: Also keine opernhafte Attitüde, wie es diesem Werk oft vorgehalten wird.

Gianandrea Noseda: Es gibt dramatische Stellen in diesem Werk, die aber durch einen humanen Charakter geprägt werden, der mit Operndramatik nichts zu tun hat. Verdis Requiem ist ein zutiefst humanes Stück. Die Musik beginnt aus der Stille heraus, aus dem Nichts – und kommt auch wieder dort an.

M&T: Eine beängstigende Perspektive?

Gianandrea Noseda: Mir macht das Stück sehr Angst, ja. Es ist beunruhigend. Aber es gibt darin auch diese unerhörte Zartheit. «Libera me» am Schluss bedeutet weniger Befreiung als vielmehr ein Anflehen, ein Gebet. Aber wie immer bei Verdi ist man nicht sicher, ob dieses Bitten nicht doch eher als eine selbstbewusste Aufforderung an Gott zu verstehen ist: Du musst mich erhören, Du musst mich erlösen, da ich Dein Ebenbild bin!

M&T: Wenn wir von Verdi sprechen, welche Stücke liegen Ihnen besonders am Herzen?

Gianandrea Noseda: Es gibt Werke, die beeindrucken besonders – auf musikalischer Ebene, in ihrer dramaturgischen Konzeption, und mit ihrer Kraft der Erneuerung. Das sind meiner Meinung nach Macbeth, Simon Boccanegra, Don Carlo und Otello. Diese vier Opern öffnen ein grosses Fenster in die Zukunft – auf die Vorstellungskraft, was kommen kann, sie zeigen auch, über welche Weisheit und welches Wissen Verdi in seiner Zeit verfügte.

M&T: Im Sommer kommen Sie mit einer konzertanten «Aida» nach Gstaad. Kein einfaches Stück, das allzu oft auf Monumentalität und die berühmte Triumphszene reduziert wird…

Gianandrea Noseda: …der Grund, «Aida» aufzuführen ist nicht dieses – zugegeben spektakuläre – Finale des 2. Aktes. Vielmehr sind es all die intimen Szenen, in denen Verdi die vielschichtigen Beziehungen der Hauptfiguren meisterhaft zeichnet. Und wie er etwa zu Beginn des dritten Aktes am Nil diese schwüle nächtliche Feuchtigkeit schildert, die in der Luft liegt – das vermag nur ein wirkliches Genie.■

 

Die Besprechung der Aufführung «Der feurige Engel» am Opernhaus Zürich lesen Sie auf Seite 45 dieser Ausgabe.

 

Die CD

Verdi: Requiem

Erika Grimaldi, Daniela Barcellona, Francesco Meli, Michele Pertusi,

London Symphony Chorus

London Symphony Orchestra

Gianandrea Noseda, Leitung

LSO 0800

 

Gianandrea Noseda beim Menuhin Festival Gstaad

Festival-Zelt Gstaad,

1. September 2017, 19.30 Uhr

Giuseppe Verdi: «Aida»

Roberto Alagna, Tenor (Radames)

Kristin Lewis, Sopran (Aida)

Anita Rachvelishvili, Mezzosopran (Amneris)

Simone, Piazzola, Bariton (Amonastro)

Erwin Schrott, Bariton (Ramfis)

Giacomo Prestia, Bass (Re)

Teatro Regio Torino Chorus

London Symphony Orchestra

Gianandrea Noseda, Leitung

Festival-Zelt Gstaad,

2. September 2017, 19.30 Uhr

Werke von Prokofjew, Tschaikowsky, Elgar

London Symphony Orchestra

Khatia Buniatishvili, Klavier

Gianandrea Noseda, Leitung

Informationen und Karten:

gstaadmenuhinfestival.ch

Ausgabe: 07 - 2017