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24. Martinů-Festtage Basel

24. Martinů-Festtage Basel

 

Vom 10.–25. November 2018 steht Basel zum 24. Mal im Zeichen Martinůs. Der Pianist Robert Kolinsky hat es auch in diesem Jahr verstanden, ein Programm zusammenzustellen, das die vielen Facetten dieses Komponisten beleuchtet und von ganz verschiedenen Seiten den Zugang zu seinem Werk ermöglicht. Nicolas Altstaedt spielt ganz zum Schluss Martinůs «Sonata da Camera» für Cello und Orchester. Daneben dirigiert er das Orchestre de Chambre de Lausanne in einem weiteren Werk Martinůs, der «kleinen Suite» aus der Radio-Oper «Komödie auf der Brücke» (1935), sowie in der «Petite Suite» von Albert Roussel und Haydns «Militärsinfonie». Hochkarätig besetzt ist auch das Kammermusikkonzert zur Eröffnung: Julia Fischer spielt mit ihrem Trio – besetzt mit Nils Mönkemeyer und Daniel Müller-Schott – neben Streichtrios von Schubert und Beethoven auch das zweite Trio von Martinů, das er 1934 in seiner Pariser Zeit schrieb. Ein für die Streicher überaus dankbares Stück, das virtuos mit Formen und Assoziationen spielt.

Kolinsky – selber schon als Dokumentarfilmer hervorgetreten – hat dem Film stets einen Platz gegeben in den Martinů-Festtagen. Dieses Jahr zeigt er eine aktuelle Produktion des tschechischen Fernsehens (Regie: Jiri Nekvasil), die eine Aufführung von Martinůs Kurzoper «What Men live by» nach Tolstojs Erzählung «Wo die Liebe ist, da ist auch Gott» im New York von 1952 beleuchtet. Traditionell hat auch ein Familienkonzert Platz im Festival-Konzept: Das Musiker-Schauspieler-Ensemble «Die Schurken» nähert sich Martinůs Pariser Jahren mit Klarinette, Trompete, Akkordeon und Kontrabass. Und im Basler Jazz-Club «Bird’s Eye» spielen David Doruzka (Gitarre), Jiri Slavik (Kontrabass) und Martin Novak (Schlagzeug) wohl auch um das eine odere andere Motiv von Martinů. Eine Ausstellung von Sibylle Ryser und Gabriele Jonté zu Martinůs Leben begleitet alle Veranstaltungen der Martinů-Festtage 2018.

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